Angebot - Adipositas

Operationsmethoden

Standard in der Medizin sind im Wesentlichen drei Operationsmethoden. Neben dem Schlauchmagen (bzw. dem Sleeve) sind dies der Magenbypass und der Omega Bypass. Das Magenband wird im Marienkrankenhaus nur bei einer sehr kleinen Gruppe von Patienten mit sehr bestimmten Indikationen verwendet. Die Operationen bringen nur kleinste Verletzungen von Haut und Gewebe mit sich. Damit bietet die sogenannte Schlüsselloch-Chirurgie Patienten ein deutlich größeres Maß an Sicherheit. Auch die Zahl der Komplikationen und die Dauer eines Eingriffes haben sich durch die minimalinvasive Vorgehensweise deutlich verringert.

Magenbypass

Detlev Schnitker - Marienkrankenhaus Schwerte

 

Bei einem Magenbypass wird der Eingangsbereich des Magens vom Restmagen getrennt. An diesen sehr kleinen Magenanteil schließen die Ärzte eine Dünndarmschlinge an. Mit diesem kleinen Magenanteil können Patienten nur eine erheblich reduzierte, aber immer ausreichende Menge an Nahrung aufnehmen. Es stellt sich ein rasches Sättigungsgefühl ein, und auch der Hunger wird weitgehend unterdrückt.

Die operativen Veränderungen am Dünndarm führen dazu, dass über eine längere Strecke keine Verdauung stattfindet, da sich die Verdauungssäfte erst relativ weit entfernt vom Magen mit der Speise mischen und dort die Verdauung einsetzt. Insgesamt können also weniger Nahrung aufgenommen und weniger Nährstoffe aus der Nahrung abgebaut werden. Das Ergebnis ist eine nachhaltige Gewichtsreduktion. Diese ist stärker ausgeprägt als bei der Schlauchmagenoperation. Nach dieser Operation müssen einige Vitamine und Salze lebenslang zusätzlich eingenommen werden.

Schlauchmagenbildung

Detlev Schnitker - Marienkrankenhaus Schwerte

Bei der Schlauchmagenoperation, die seit dem Jahr 2000 als eigenständiger Eingriff gilt, wird ein großer Teil des Magens abgetrennt und aus dem Körper entfernt. Inzwischen hat diese Operation weltweit große Akzeptanz erfahren, wobei jedoch die Nachbeobachtungszeit insgesamt noch recht kurz ist. Es gibt Patienten, die nach der Schlauchmagenoperation weniger Gewicht verlieren als erwartet oder gewünscht. Bei diesen Patienten kann mithilfe einer zweiten Operation zusätzlich ein Bypass angelegt werden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber sind jedoch noch nicht ausreichend, insbesondere da in den ersten Jahren mit dieser Technik vor allem auch extrem schwere Patienten (Body-Mass-Index über 60 kg/m²) operiert wurden.

Ein Vorteil des Schlauchmagens ist hingegen, dass die Speise den natürlichen Weg durch den Körper nimmt und eine zusätzliche, regelmäßige Einnahme von Vitaminen und Salzen normalerweise nicht erforderlich ist.

Omega-Bypass/Mini Bypass

Detlev Schnitker - Marienkrankenhaus Schwerte

Der Omega-Bypass stellt eine neue Variante des sogenannten Y-Roux-Magenbypass dar. Die Magentasche ist schmal und länger als beim normalen Bypass. Durch das Hochziehen des Dünndarmes wie bei einem Omega wird während des Eingriffes nur eine einzige Neuverbindung innerhalb des Magens hergestellt.

Plastisch-chirurgische Eingriffe

Der Fachbereich für Plastische- und Ästhetische Chirurgie des Marienkrankenhauses unter Chefarzt Dr. Marcus Großefeld verfügt über viel Erfahrung, die Körperform bei Patienten nach einem starken Gewichtsverlust anzupassen. Nach erfolgreicher Gewichtsabnahme stehen viele Adipositas-Patienten vor dem Problem, das überschüssige Haut an den betroffenen Körperstellen herunterhängt, aneinander reibt und Entzündungen verursacht. Mehr als 95 Prozent der Patienten wünschen sich deshalb eine Korrektur der Körperkontur. Die Kosten für den Eingriff übernimmt in bestimmten Fällen die Krankenkasse.